Pressemitteilung
Saudade – Vernissage zur Fotoausstellung mit Eindrücken aus Lissabon
Lissabon - Sehnsuchtsort einer ganzen Generation. Ganz am westlichsten Ende der Iberischen Halbinsel, nicht weit von der letzten Klippe vor Amerika. Hier fährt die fast 100 Jahre alte Elétrico durch die Gassen, in denen man abends den Klängen des Sehnsuchtsgesangs Fado lauschen kann. Fotokünstler Florian Danker besuchte dieses schöne Land und seine Hauptstadt im Frühling 2026. Hier tauchte er ein in eine andere Welt, die zeugt vom Glanz alter Zeiten dieser einst so stolzen Seefahrernation. Doch inzwischen platzt hier und da die Farbe ab, fehlt ein Stein, steht etwas seit Jahren schon schief. Zwei Gassen von den Instagram-Hotspots entfernt, an denen aufgeregte Touristen vor glanzvoll herausgeputzten Sehenswürdigkeiten posieren, fand er die portugiesische Schwermut, den Müßiggang und natürlich auch die Sehnsucht – Saudade.
In nur drei Stunden Flugzeit wäre man vor Ort. Doch Florian verzichtete auf das Flugzeug und fuhr mehrere Tage von Hamburg aus quer durch Europa; nahm unter anderem den Nachtzug nach Paris, fuhr weiter mit dem TGV nach Bordeaux und nahm die nächtliche Flixbus-Verbindung von Bilbao bis nach Lissabon. „Die Fahrt im Nachtbus allein ist schon eine Erfahrung und mit den verschiedenen Charakteren und Typen im Bus eine Ausstellung wert“, findet Florian. Und so näherte sich der Künstler Lissabon und seinen Menschen auf eine besondere, einfühlsame Art und Weise. Er nahm die Rolle des stillen Beobachters ein und schaffte in seinen Fotos eine Atmosphäre, die einen eintauchen lässt in die Lebensrealität dieser Stadt und ihrer Menschen.
Mit seinen Fotos möchte Florian also ein Lissabon zeigen, das man nicht auf Instagram findet. Das ehrlicher ist, echter. Ohne die Massen an Touristen, ohne die Postkartenmotive, die jeder erwartet und jeder kennt. Eine Ausstellung, die die Sehnsucht einer Stadt zeigt, doch vielleicht auch die Sehnsucht weckt, diese Stadt oder das Land mal ganz anders zu erfahren.
Die Vernissage findet am 26.09.2026 um 16:00 Uhr im PFERDESTALL statt. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung läuft mindestens bis Ende Oktober und ist zu den regulären Öffnungszeiten des PFERDESTALLS zugänglich.
ÜBER DEN KÜNSTLER
Florian Danker wurde 1999 in Helmstedt geboren. Nach seinem Abitur am Gymnasium Julianum studierte er Gestaltung in Hildesheim. Seit über 15 Jahren fotografiert er, was er in den letzten Jahren immer intensiver mit seinen Zugreisen durch ganz Europa kombiniert. Florian arbeitet auf internationalen Nacht- und Sonderzügen als Zugbegleiter und hat so die Chance, regelmäßig in anderen Ländern Station zu machen. Er sucht auf seinen Reisen die Regionen, Städte oder Dörfer auf, die der durchschnittliche Tourist eher nicht besuchen würde und schafft es so oft, den Betrachter mit ganz neuen und bisher unbekannten Eindrücken zu fesseln. Florian kombiniert seine Bilder oft mit literarischen Reiseberichten, die er auf seinem Blog oder in gedruckten Publikationen veröffentlicht. Mehr unter floknipst.de
ÜBER DEN PFERDESTALL
Der PFERDESTALL ging 2013 aus dem Schülerprojekt „Helmstedt 2020“ hervor und ist seit über zehn Jahren der wohl wandelbarste Ort der Stadt. Unter der Woche ist er Kneipe, Café und Treffpunkt für die Helmstedterinnen und Helmstedter, am Wochenende wird er regelmäßig zur Location für Veranstaltungen. Die Gemäuer des ehemaligen Kloster-Pferdestalls schmücken regelmäßig die Werke lokaler Künstlerinnen und Künstler. Mehr unter pferdestall-helmstedt.de
© Jasper Vormschlag