Reisegenuss mit Aussicht

Am gestrigen goldenen Oktobertag erfüllte sich für mich ein seit Kindertagen gehegter Traum: Ich fahre mit dem legendären TEE-Rheingold. Und nicht etwa als Fahrgast, sondern direkt als Zugführer. Ein tolles Team fuhr mit circa 180 Fahrgästen von Dresden-Neustadt über Chemnitz und Hof nach Nürnberg, gezogen von einer “Ludmilla”. In Nürnberg wechselten wir die Traktion auf ein deutsches Krokodil, welches uns bis nach Freilassing zog. Ab Freilassing bespannte dann das österreichische Pendant des deutschen Krokodils den Zug bis zur Endstation Salzburg.

Natürlich hatte ich meine Kamera dabei und habe ein paar schöne Impressionen festhalten können. Viel dazu schreiben werde ich hier nicht, ich denke die Bilder sprechen für sich.

Die Baureihe 232 “Ludmilla” zog uns von Dresden bis nach Nürnberg.

Morgendliche Ruhe im Aussichtswagen – einfach magisch.

Ein Bild von der Überführung am Vortag bei Tageslicht.

Ich hatte als Kind verschiedenste Modelle des TEE-Aussichtswagens, dem “Dome Car”, für meine Märklin-Eisenbahn. Stolz wie Bolle drehte ich damit auch meine Runden auf der Vereinsanlage der Eisenbahnfreunde Helmstedt. Doch wer hätte vor mehr als 15 Jahren schon daran gedacht, dass ich “meinen Rheingold” mal im Original als Zugführer begleite und die Wagen rangiere.

Noch ganz ohne Fahrgäste im Wagen durch die dunkle Landschaft zu fahren und gemütlich mit den Kollegen eine Tasse Kaffee zu trinken, das ist wirklich etwas ganz besonderes.

Der Aussichtswagen, auch “Dome Car” genannt, von außen.

Bevor der Mittagsansturm auf den Buckelspeisewagen losging, habe ich die Stimmung dort versucht festzuhalten. Von diesem Wagentyp gab es insgesamt nur fünf Stück. Ein einziger davon ist noch erhalten und war bei uns im Zug. Das besondere am Buckelspeisewagen ist die doppelstöckige Küche, die im Bereich der Erhöhung des Dachs oben im Wagen die Küche und unten die Spülküche beherbergt.

Die Sonne scheint auf die liebevoll gedeckten Tische.

Letzte Vorbereitungen im Bar-Bereich des Aussichtswagens.

Zum Abend hin, und je weiter wir nach Süden kamen, wurde das Wetter zunehmend besser. Da lohnte es sich auch, mal aus dem offenen Fenster hinaus ein wenig von der Landschaft festzuhalten.

Hier fuhren wir gemütlich durch die Mittelgebirge …

… bis ins Alpenvorland.

Die Sonne taucht den Sitzwagen “Am 208” in ein magisches Abendlicht.

Wir näherten uns den Alpen und waren gut 45 Minuten vor Plan unterwegs, also nutzten wir die Zeit für einen kleinen Fotohalt bei einem allerschönstem Sonnenuntergang im Bahnhof Rosenheim.

Ein herrliches Alpenglühen gibt es zu beobachten, kurz bevor die Sonne ganz weg ist.

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